Pfarrei St. Remigius Raisting

Wissenswertes

Kurzer Überblick über die Raistinger Kirchen

Die Pfarrgemeinde Raisting besitzt nicht nur eine qualitätvoll ausgestattete Pfarrkirche, sondern auch überaus beachtenswerte Kapellen.
Die einstige Wallfahrtskirche St. Johann dürfte eines der ältesten Gotteshäuser der ganzen Gegend sein. St. Stephan in Stillern verdient durch seine einheitlich frühbaroke Aussattung größte Beachtung. St. Margareta in Sölb ist nach der letzten Resturierung ein beeindruckendes Beispiel nazarenischer Kirchengestaltung.

Die Katholische Pfarrkirche St. Remigius in Raisting befindet sich in der Diözese Augsburg im Landkreis Weilheim-Schongau. Das Patrozinium des St. Remigius wird am 1.Oktober gefeiert.

Der Kirchenbau ist dem Vorarlberger Baumeister Michael Natter zuzuschreiben. Die feierliche Weihe konnte 1696 begangen werden, die Innenausstattung war bis 1705 vollendet.
In den Jahre 1766 bis 1782 wurde die hochbarocke Ausstattung durch den Raistinger Künstler Thomas Schaidhauf bis auf wenige Ausnahmen im Stil des Spätrokoko umgestaltet. Als Schöpfer der Deckenfresken wird der Hofmaler Christian Winck erwähnt. Das Fresko des Langhauses, das im 19. Jahrhundert "über Nacht herunter gefallen" ist, wurde 1947 durch ein Deckengemälde von Karl Manninger ersetzt.             

Die ehemalige Wallfahrtskirche St. Johannes der Täufer liegt zwei Kilometer südlich des Ortes, in unmittelbarer Nähe zu der 1964 errichteten Erdfunkstelle.

Er gelobte, eine Kapelle an dem Ort zuerrichten, wo er sich wieder zurechtfinden würde. Als man dann auf eine freie Fläche kam, von der man aus den Ammersee sehen konnte, beschloß Tassilo, an diesem Platz eine Kapelle errichten zu lassen. Der Altar wurde über der hier entspringenden Quelle errichtet. Der Beiname "auf Heiligenstätten" hat sich im hiesigen Sprachgebrauch bis heute erhalten.     

Die Kapelle St. Stephan in Stillern befindet sich in einem kleinen Weiler südwestlich von Raisting im Waldtal der Rott. Die bereits 1615 erwähnte Kapelle St.Stephan ist den drei heiligen Diakonen Stephanus, Laurentius und Vincentius geweiht.
Das Patrozinium wird am 3. August gefeiert. Am 1. Mai werden mit der "Fahrzeugweihe", die in den 50-er Jahren eingeführt wurde, alljährlich die landwirtschaftlichen Fahrzeuge und heutzutage auch Autos, Motorräder vom Priester gesegnet. Unter anderem führt auch eine Wegvariante des König-Ludwig-Weges an der Kapelle vorbei weiter in Richtung dem ehemaligen Kloster Wessobrunn.

Die Filialkirche St. Margareta liegt im Ortsteil Sölb, der 1122 erstmals urkundlich erwähnt wird. Das Patrozinium der kleinen Kirche weist auf die Lage am Rand des Ammermooses hin. Die nahe Ammer ist heute reguliert, doch in früheren Zeiten waren die umliegenden Felder häufig überschwemmt. Von der heiligen Margareta wurde Schutz gegen das bedrohliche Wasser erbeten.
Der Landesbund für Vogelschutz Bayern e.V hat auf dem Kirchendach eine künstliche Nesthilfe für Weißstörche angebracht, welche in den letzten Jahren auch von einem Storchenpaar erfolgreich für die Aufzucht von Jungvögel genutzt wurde.

 

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